Wildbiene

Wildbiene des Monats September 2017: Stumpfzähnige Zottelbiene (Panurgus calcaratus, Scopoli 1763)

Stumpfzähnige Zottelbiene (Panurgus calcaratus) auf Kleinem Habichtskraut (Hieracium pilosella)

Der Name dieser Gattung geht auf die struppige Behaarung, insbesondere der zottigen Behaarung der Hinterbeine der Weibchen zurück. Die Stumpfzähnige Zottelbiene findet ihre Verbreitung in Nordafrika und auf der eurasischen Landmasse von Portugal und der Nordtürkei bis zum Mittelsibirischen Bergland. In nördlicheren Breiten kann man sie bis Südengland, Wales und Skandinavien beobachten.

Diese 7-9 Millimeter kleine schwarze Bienenart besitzt vergleichsweise wenig Behaarung. Die weiblichen Exemplare unterscheiden sich durch eine lange gelbe Beinbürste von ihren männlichen Artgenossen. Die Artbezeichnung  „calcaratus“ beschreibt den „sporntragenden“ Fortsatz an den Beinen der Männchen. Durch ihre glänzende Schwarzfärbung kann sie leicht mit Sandbienen (Andrena) verwechselt werden.

Blütenstand Kleines Habichtskraut (Hieracium pilosella), blüht von Mai bis Oktober

Denn wie diese, bevorzugt auch unsere Wildbiene des Monats sandige oder lehmige Böden für ihren Nestbau (Sand- und Kiesgruben). Dabei nistet sie solitär oder kommunal  auf kahlen oder nur leicht bewachsenen Flächen. Bisweilen sucht sie sich auch geeignete Stellen in Steilwänden. Neben Hochwasserdämmen und Weinbergen errichtet diese Zottelbiene ihr Domizil in Waldsäumen, Magerwiesen sowie Brach- und Ruderalflächen.  Panurgus calcaratus fliegt in einer Generation vom Juni bis in den September hinein. Ihre Nesteingang wird stets von einem Erdhaufen umgeben. Dieser Hauptgang verzweigt sich in der Tiefe in bis zu fünf Seitengänge. Die Brutzellen liegen somit in einer maximalen Tiefe von 25cm und dienen als Winterquartier für die Nachkommen. Die Seiteneingänge werden daher mit Sand verfüllt, um die Ruhlarven zu schützen.

Die Stumpfzähnige Zottelbiene ist, wie ihre Verwandten, oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae). Dabei sammelt sie ihren Pollen fast ausschließlich von Arten der Zungenblütler (Cichorioideae). Besonders angetan haben es ihr Gewöhnliches Bitterkraut  (Picris hieracioides), dass Kleine Habichtskraut (Hieracium pilosella) und Doldiges Habichtskraut  (Hieracium umbellatum).  Damit ist sie, wie viele Wildbienenarten, hochspezialisiert was die Nahrungsbeschaffung betrifft.

Die Stumpfzähnige Zottelbiene wird von der Schwarzfühler-Wespenbiene (Nomada fuscicornis) parasitiert. Weltweit sind nur 40 Arten bekannt, wobei lediglich drei Arten in Mitteleuropa vorkommen. Weitere Vertreter sind die Große Zottelbiene (Panurgus banksianus) und die Spitzzähnige Zottelbiene (Panurgus dentipes).

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