Wildbiene

Wildbiene des Monats August 2017: Die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus, Christ 1791)

Weibchen der Rotbeinigen Furchenbiene

Im Erntemonat August widmen wir uns der Rotbeinigen Furchenbiene, welche nahezu auf dem gesamten eurasischen Kontinent zu finden ist. Von Portugal bis Irland und Skandinavien, von Marokko bis Russland und in Nordamerika ist diese Generalistin heimisch. Daher findet man sie auch im gesamten Mitteleuropa in unterschiedlichen Lebensräumen. Offenland, als auch walddominierte Flächen und Siedlungsgebiete werden von ihr aufgesucht.

Die maximal 11mm großen Weibchen besitzen einen rotbraunen pelzigen Thorax. Schmale weiße Binden auf dem Hinterleib finden sich typischerweise bei beiden Geschlechtern. Die Artbezeichnung „rubicundus“ ist mit rot bemalt zu übersetzen. Dies bezieht sich auf die rot gefärbten Hinterbeine der Weibchen – beim Männchen sind diese gelb.

Halictus rubicundus in einem ihrer typischen Erdlöcher

Ihren Nestbau betreibt sie in Erdlöchern und Steilwänden, an dessen Eingang sich eine kleine Erdaufschüttung (Tumulus) befindet. Dieser wird dauerhaft von einer Arbeiterin bewacht. Der verzweigte Erdgang erreicht eine Tiefe von bis zu 20cm. Am Ende eines jeden kurzen Seitengängs befinden sich die Brutzellen der Furchenbiene. Ihr Pollenbrot fertigt diese ausgesprochene polylektische Art aus Pollen von neun Pflanzenfamilien. Trotz ihres breiten Nahrungsspektrums, scheint sie eine Vorliebe für Korbblütler (Asteraceae) zu haben.

Die Weibchen von Halictus rubicundus fliegen ab April und die Männchen von Juli bis September. Wie viele andere Furchenbienenarten lebt auch die Rotbeinige Furchenbiene primitiv eusozial. Das bedeutet sie betreibt eine Staatenbildung mit vielen Arbeiterinnen, wenigen Männchen und fertilen Weibchen. Je nach den Bedingungen des Lebensraums kommt es zu einer zweiten Brut, in der dann nur Männchen und fertile Weibchen nachkommen. Sofern klimatischen Rahmenbedingungen durch Höhenlagen oder kältere Regionen ungünstig sind, wird die Rückkehr zu einer solitären Lebensweise beobachtet.

Neben ihr ist nur die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) als weitere Furchenbienenart zu nennen, die sowohl in der Neuen als auch in der Alten Welt natürlicherweise vorkommen. Die Rotbeinige Furchenbiene fliegt noch bis in den Herbst hinein.

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