Bestäubungsfunktion

Honigbiene (Apis mellifera) an Salbei
Honigbienen bestäuben auch Salbei. © Nicole Kwiatkowski Photography

Rund 80 Prozent aller Pflanzenarten in den gemäßigten Breiten sind auf eine Fremdbestäubung durch Insekten angewiesen. Davon werden wiederum etwa 80 Prozent durch Wild- und Honigbienen bestäubt. Die weltweite Wirtschaftsleistung aller bestäubenden Insekten wird mit einem Wert zwischen 235 - 577 Milliarden US Dollar pro Jahr geschätzt (FAO 2016).

In Deutschland erreicht der jährliche Nutzwert der Bestäuberinsekten etwa vier Milliarden Euro. Da die Honigbiene eines von zahlreichen Bestäuberinsekten ist, wird sie nach Rind und Schwein als das drittwichtigste Nutztier eingeschätzt. Der Nutzwert ergibt sich aus der Bestäubung der hundert wichtigsten Kulturpflanzen.

Zusammen geht's besser - gilt auch für Insekten!

Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris)
Die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris) - ein Bestäuberinsekt. © Hans-Jürgen Sessner

Wissenschaftler haben jedoch herausgefunden, dass für eine optimale Bestäubung Honigbienen allein nicht ausreichen. Erst in der „Zusammenarbeit“ mit wilden Insekten, darunter vor allem auch Wildbienen, werden die besten Bestäubungsleistungen erreicht. Mehr dazu bei Welt.de, dem Tagesspiegel und dem Deutschlandfunk.

Neben dem unverzichtbaren Nutzen für Wildpflanzen kennt man Bestäuberinsekten wie Honigbiene und Erdhummel vor allem aufgrund ihrer Bestäubungsfunktion in der Landwirtschaft. Eine Gegenüberstellung auf Grundlage von entscheidenden Kriterien für die Bewertung von Bestäuberinsekten ist in der folgenden PDF zusammengestellt.

Die bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft hat mit dem Infoblatt Bienentracht in Dorf und Flur (PDF, 911 KB) eine umfassende Zusammenstellung herausgegeben, in dem auf die Bedeutung der Biene im Naturhaushalt und auf ihre Bedürfnisse hingewiesen wird. Zudem wird aufgezeigt, wie die Bestäuber im Jahresverlauf mit entsprechenden Anpflanzungen unterstützt werden können.