Schöpfungsverantwortung – Naturverbundenheit – Enzyklika
Vortrag „Schöpfungsverantwortung – Naturverbundenheit – Enzyklika“
von Prof. em. Dr. Dr. Paul Michael Zulehner
Am 07.10.2026 startete die neue Online-Vortragsreihe „Naturverbundenheit“ der Stiftung für Mensch & Umwelt und des Rotary Club Eco Planet D1900. Den ersten Vortrag hielt Prof. em. Dr. Dr. Paul Michael Zulehner zum Thema „Schöpfungsverantwortung – Naturverbundenheit – Enzyklika“. Insgesamt folgten 31 Gäste dem Abendvortrag. Nach einem rund halbstündigen Impuls entwickelte sich eine lebendige Diskussion. Der Referent zeigte sich sehr zufrieden mit Verlauf und Resonanz. Auch die Teilnehmenden wirkten aufmerksam, interessiert und dankbar für die klaren Gedanken.
Prof. Zulehner stellte die Enzyklika Laudato si’ von Papst Franziskus und das spätere Schreiben Laudate Deum in den Mittelpunkt. Er ordnete beide Texte als wichtige Beiträge zur weltweiten Debatte über Klima, Natur und Verantwortung ein. Dabei sprach er auch selbstkritisch über die Rolle der katholischen Kirche. Bei großen gesellschaftlichen Herausforderungen habe sie oft zu spät reagiert. Zugleich zeigte er, dass sich dies beim Thema Schöpfungsverantwortung verändert habe.
Ein zentraler Gedanke lautete: „Hört auf die Wissenschaft!“ Zulehner verwies auf Klimakrise, Kipppunkte und Artenverlust. Er machte deutlich, dass Schöpfungsverantwortung nicht bei guten Worten stehen bleiben dürfe. Besonders eindrücklich war seine Deutung von Natur als Mitwelt. Natur erschien nicht als bloße Umwelt oder Ressource. Sie wurde als Teil eines größeren Beziehungsgefüges verstanden. Daraus erwuchs die Frage, wie Menschen achtsamer, verantwortlicher und solidarischer handeln können.
In der Diskussion ging es um die Rolle der Kirche, die Herausforderungen für Politik und Gesellschaft sowie die Verantwortung jedes einzelnen Menschen. Die Gäste sprachen auch über den Unterschied zwischen ökologischem Fußabdruck und Handprint. Während der Fußabdruck Belastungen sichtbar macht, richtet der Handprint den Blick auf wirksames Handeln. Und so verband der Abend Theologie, Naturverbundenheit und gesellschaftliche Verantwortung. Prof. Zulehner zeigte, dass Hoffnung keine Ausrede ist. Hoffnung kann Kraft geben, damit Menschen ins Handeln kommen.
Die Reihe knüpft damit an das Anliegen der Stiftung für Mensch & Umwelt an. Sie möchte die Beziehung zwischen Mensch und Natur stärken, biologische Vielfalt schützen und Menschen zu enkeltauglichem Handeln ermutigen. Auch im „New Roots Project“ (https://www.new-roots.eu) steht diese Verbindung im Mittelpunkt: Naturverbundenheit soll Wohlbefinden fördern und nachhaltiges Handeln stärken.
Rückfragen richten Sie gerne an:
Cornelis F. Hemmer
Info-Telefon: +49 800 5018000
E-Mail: hemmer@stiftung-mensch-umwelt.de
