Naturgarten

Bienenfreundlich Gärtnern

Werden Sie selbst aktiv!

Frau pflanzt Staude
Ein Garten für Mensch und Tier.

Die Luft ist warm und mit süßem Duft erfüllt. Im Garten blühen Wiesensalbei, Margeriten und Färber-Kamille. Auf den Blüten wimmelt es von Wildbienen, Schwebfliegen und auch drei Zitronenfalter ziehen vorbei. Im Hintergrund singt die Amsel, um ihr Revier abzustecken.

Fühlt sich Ihr Garten auch so an? Oder sind Sie eher gelangweilt vom monotonen Grün und gestresst vom Rattern des Rasenmähers? Sind die Kinder aus dem Haus und der Rasen wird nicht mehr als Spielwiese gebraucht? Sie möchten aber viel lieber die Insekten in all ihrer Vielfalt und Schönheit bewundern?

Dann gärtnern doch auch Sie von nun an bienenfreundlich!

So wird Ihr Garten zum Insektenparadies

Insekten lieben heimische Stauden.

Den Insekten geht es schlecht. Im Jahr 2017 wurde untersucht, dass Ihre Masse in den letzten 30 Jahren um fast unglaubliche 75 % abgenommen hat. Das darf so nicht weitergehen. Was also können wir tun, um mit unserem Garten oder sogar nur Balkon einen Beitrag zu leisten, damit es wieder summt und brummt?

Einige Punkte sollten selbstverständlich sein. In einem insektenfreundlichen Garten gilt:

  • kein Einsatz von Pestiziden oder synthetischen Düngern
  • kein Einsatz von Torf oder torfhaltiger Erde

Das ist doch schon ein guter Anfang. Darüber hinaus können wir einiges im eigenen Garten oder auf dem Balkon tun, damit es wieder summt und brummt.

Die Möglichkeiten sind vielfältig. Sie werden merken, wie viel Spaß es macht, insektenfreundlich zu gärtnern. Denn damit tun Sie nicht nur sich etwas Gutes, auch andere Tiere wie Vögel, Igel oder Amphibien werden sich bedanken.

Doch Achtung, die Bezeichnung „bienenfreundlich“ ist gerade in. Nicht alles, was so benannt wird, hilft den Tieren auch. Immer wieder finden sich unter diesem Label:

  • exotische Pflanzen oder gar invasive Arten
  • ungeeignete Saatgutmischungen
  • schlechte Nisthilfen
Viele Wildbienen fliegen auf Blutweiderich.

Fehler werden passieren, doch ärgern Sie sich nur kurz darüber. Lernen Sie daraus. Dann werden Sie schon bald die richtigen Pflanzen finden, die den Bienen und Ihnen am besten gefallen. Als Faustregel gilt: Heimische Blühpflanzen sind immer gut! Die besten Effekte erzielen Sie, wenn Sie hier auf mehrjährige Pflanzen setzen. Eine weitere Faustregel sagt, dass jede heimische Wildpflanzenart 10 Tierarten ernährt. Bei Exoten sind es deutlich weniger, auch wenn wir beispielsweise Honigbienen öfters an den Blüten von Lavendel und Co. sehen.

Sie können also viel Pollen und Nektar für unsere Insekten bereitstellen. Wie wäre es also mit:

  • einer Wildblumenwiese
  • Staudenpflanzungen
  • Frühblühern
  • Hecken aus heimischen Blühgehölzen
  • Obstbäumen

Hier finden Sie Pflanzlisten und Anleitungen.

Diese Lebensräume sind wichtig

Trockenmauern ziehen auch Zauneidechsen an. Foto: SMU/Peter Müller

Bienen und Co. benötigen nicht nur Nahrung, sondern auch ein „Dach über dem Kopf“. Helfen Sie ihnen, indem Sie ihnen gute Strukturen anbieten. Diese helfen besonders:

  • Totholz
  • Trockenmauern
  • Lesesteinhaufen
  • offene Böden
  • Sandlinsen
  • Nisthilfen
  • Wasserstellen

Lesen Sie hier nach, wie Sie diese Punkte umsetzen können.

Schon sehr bald werden Sie eine große Artenvielfalt in Ihrem Garten bewundern können. Sie haben keinen Garten? Schon auf einem Balkon lässt sich viel erreichen. Oder haben Sie ein Dach, das Sie nutzen können?

Hier finden Sie unsere Tipps dazu.

Es gibt viel zu tun, gehen wir es gemeinsam an! Jeder Quadratmeter zählt.
Tauschen Sie sich mit anderen aus, sicher warten wertvolle Tipps auf Sie. Und viele werden es Ihnen nachmachen wollen, wenn es erst einmal summt und brummt bei Ihnen.

Hier sind Sie richtig! Summen Sie mit!

Besuch an der Glockenblume. Foto: Hans-Jürgen Sessner

Auch in unserem Folder „Summende Gärten“ finden Sie allerlei Wissenswertes zum naturnahen Gärtnern. Die Datei können Sie auf dieser Webseite unten unter „Downloads“ als PDF-Datei herunterladen.

Kontakt

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