Honig

Honig stellen Honigbienen aus Nektar her. Erst den von der Biene bearbeiteten, eingedickten Saft nennen wir Honig. Und so wird's gemacht: Auf ihren Sammelflügen sammeln Honigbienen den Nektar von Blütenpflanzen in ihrer Honigblase, die wie ein innerer Filter funktioniert, ganz grob vergleichbar mit unserer Niere. Zurückgekehrt zum Stock, übergeben die Flugbienen den Nektar ihren Schwestern, den sogenannten Stockbienen (diese fliegen nicht aus, sondern kümmern sich um alles, was nötig ist, um die Bienenwohnung sauber und die Brut am Leben zu halten). Die Stockbienen geben den süßen Saft dann in leere Waben und dicken ihn ein. Das ist harte Arbeit: Die Bienen saugen den Saft immer und immer wieder mit ihrem Rüssel auf und geben dabei Enzyme und andere Stoffe hinzu. Diese helfen, die Zucker aufzuspalten, gleichzeitig wird dem Nektar Wasser entzogen. Die weitere Verdunstung des Wassers wird durch endloses Fächeln mit den Flügeln bewerkstelligt. Ist endlich ein Wassergehalt von unter 20 Prozent erreicht, ist der Trocknungsvorgang abgeschlossen. Die Bienen transportieren den fertigen Honig jetzt zu Lagerzellen oberhalb des Brutnests und überziehen ihn mit einer luftundurchlässigen Wachsschicht. So bleibt der Honig frisch. Um an den Honig zu gelangen, muss der Imker zunächst die mit Honig gefüllten Waben entdeckeln, anschließend schleudern und filtern.
Während Marmelade Fruchtzucker und vor allem Saccharose enthält, kann Honig mit vielen gesunden Zusatzstoffen wie Enzymen und Mineralien aufwarten und ist über Jahre lagerfähig. Bis ins 19. Jahrhundert war Honig in vielen Ländern, so auch in Europa, das einzige Süßungsmittel. Erst als man begann, Zucker aus preiswerten Zuckerrüben herzustellen, ging der Honigverbrauch zurück. Die Deutschen sind allerdings immer noch richtige Honigschleckermäuler und stehen mit einem Verbrauch von 1,2 Kilogramm pro Jahr und Person seit langem an der Weltspitze. Nur 20 Prozent der großen Nachfrage können die deutschen Imker selbst stillen – 80 Prozent des nachgefragten Honigs wird aus dem Ausland eingeführt.

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