Bilde

Allgemeines

Honigbienen

Über Honigbienen gibt es viel Spannendes zu berichten. Auf dieser Seite haben wir grundlegende Informationen zusammengestellt, die einen Einblick in ihre faszinierende Welt bieten. Los geht’s mit:

Kennzeichen

Honigbiene, Apis mellifera, auf einer Blüte.
Die Honigbiene sammelt Nektar und Pollen an Blüten. © Hans-Jürgen Sessner
  • Insekten: Biologen ordnen Honigbienen bei den sogenannten „Hautflüglern“ ein.
  • 9 Arten: In Europa kommt die Westliche Honigbiene „Apis mellifera“ vor.
  • Lebensweise: Sie leben in einem Staat - dem „Bien“ - aus ca. 40.000 bis 70.000 Individuen.
  • Honig: Sie erzeugen ihn aus Nektar, um damit ihre Brut zu füttern.
  • Domestizierung: Menschen machten Honigbienen vor ca. 8.000 Jahren zu Nutztieren.
  • Älteste nachgewiesene Honigbiene: Sie ist schätzungsweise 80 Mio. Jahre alt!

Bienenvolk

Bienenstöcke auf einer Wiese
So sehen Bienenstöcke aus! © Nicole Kwiatkowski Photography

Der Bien - wie das Bienenvolk auch genannt wird – besteht aus verschiedenen Wesen. Biene ist also nicht gleich Biene!

Diese drei Wesen kommen vor:

  • Arbeiterin (> 90 %)
  • Drohn/Männchen (< 10 %)
  • Königin (1 Individuum)

Jedes Wesen übernimmt verschiedene Aufgaben im Volk:

  • Arbeiterin: Sie verrichtet alle anfallenden Arbeiten, d.h. sie macht unter anderem sauber (ja, tatsächlich ist das auch im Bienenstock nötig :-) ), versorgt die Brut, baut mit ihren Schwestern Waben und sammelt Nektar und Pollen.
  • Drohn/Männchen: Im Gegensatz zu der Arbeiterin beteiligt er sich nicht im Stock. Seine Aufgabe ist es, die Königin zu begatten.
  • Königin: Sie legt Eier, sehr viele Eier! Das können bis zu 2.00 Stück pro Tag sein.

Kommunikation

Damit Honigbienen ihre vielfältigen Aufgaben erledigen können, müssen sie sich gut verständigen können. Hierzu nutzen sie Pheromone, das sind Botenstoffe. Die Königin steuert darüber das gesamte Volk. Aber auch Arbeiterinnen und Drohnen geben Pheromone ab. Es gibt verschiedene Pheromone: Alarm-, Bruterkennungs- und Königinnen-Pheromone.

Bienen kommunizieren also nur mit Botenstoffen?

Nicht ganz. Sie tanzen auch, um sich zu verständigen. Mit dem „Schwänzeltanz“ teilen sie sich mit, wo sich in der Umgebung eine Futterquelle oder Niststelle befindet.

Nektar, Pollen, Honig & Co.

Honigbienen, Apis mellifera, auf Waben.
In den Holzrahmen befinden sich die Waben. © Nicole Kwiatkowski Photography

Im Zusammenhang mit Honigbienen fallen immer wieder Begriffe wie „Nektar“, „Honig“ und „Propolis“.

Wir zeigen jetzt, was es damit auf sich hat:

  • Nektar: Bienen sammeln ihn an Blüten und speichern ihn in ihrer Honigblase. Im Bienenstock angekommen übergeben sie ihn an ihre Schwestern, die ihn in den Wabenzellen einlagern und durch Eindicken zu Honig weiterverarbeiten.
  • Pollen: Sie sind proteinreich und ideales Futter für die Larven. Die Biene sammeln ihn an den Blüten und tragen ihn zurück zum Stock.
  • Waben: Darin lagern Pollen, Brut und Honig. In der Mitte des Bienenstocks befinden sich die Brutwaben.
  • Propolis: Diese harzartige, gelbe Masse stellen die Bienen selbst her. Sie schützt vor Krankheiten. Die Bienen versehen unter anderem ihre Brutzellen damit.
  • Honig: Er entsteht aus dem eingelagerten Nektar im Bienenstock. Sein Wassergehalt liegt unter 20%.

Honigbienen im Winter

In der kalten Jahreszeit bilden Honigbienen eine sogenannte „Wintertraube“ aus etwa 5.000 bis 8.000 Individuen in ihrem Stock. Dabei schließen sie die Königin in ihrer Mitte ein. Durch Flügelzittern erzeugen sie eine angenehm warme Temperatur von circa 32°C – und überleben auf diese Weise auch in frostiger Umgebung. Raffiniert, oder?

Weiterführende Infos

Drei Bienenwesen: Dieser 14-minütige Film von planet schule verdeutlicht die Aufgaben von Königin, Drohn und Arbeiterin.

Eier, Larven, Waben: Diese starken Bienenfotos zeigen Verbogenes aus dem Bienenstock im Detail.

Bestäubungsfunktion: Hier gibt es Infos zur Rolle der Honigbienen als wertvolle Bestäuberinsekten.

Kontakt

Stiftung für Mensch und Umwelt
Dr. Corinna Hölzer & Cornelis Hemmer
Hermannstraße 29, D - 14163 Berlin
Tel.: +49 30 394064-310

Mehr zu Bürozeiten und Mitarbeitenden

Bankinstitut: GLS Bank
IBAN: DE71 4306 0967 1105 5066 00
BIC: GENODEM1GLS

USt-IdNr.: DE313861745
Steuernummer: 27 / 642 / 07154