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Wildbienen

Garten-Wollbiene
Die Garten-Wollbiene ist eine von ca. 560 Bienenarten in Deutschland! © Eva Scheuerle

Dem Namen nach könnte man denken, Wildbienen seien wild lebende Honigbienen. Dem ist allerdings nicht so. Hinter dem Namen verbergen sich allein in Deutschland ca. 560 Bienenarten, darunter Blattschneider-, Hosen- und Maskenbienen.

Was sind Merkmale von diesen Bestäuberinsekten? Wie leben sie und stellen sie auch Honig her? Hier finden Sie grundlegende Informationen zu Wildbienen. Los geht’s mit:

Kennzeichen

  • Insekten: Wildbienen gehören - genauso wie Honigbienen - zu den „Hautflüglern“.
  • Arten: Es kommen ca. 560 in Deutschland, ca. 1.965 in Europa und ca. 20.000 weltweit vor.
  • Lebensweise: 90 % der Wildbienen sind Einzelgänger - ganz anders als die staatenbildenden Honigbienen.
  • Honig: Wildbienen sammeln Nektar, stellen daraus - im Gegensatz zu Honigbienen - aber keinen Honig her.

Nester

Wildbienen leben nicht in einem Bienenstock, in dem sie ihre Eier ablegen könnten. Sie suchen zur Eiablage leere Schneckenhäuser, Steine oder Felsen in Harzbauten oder sie nagen Gänge in Tot- oder Morschholz-Elemente. Diese oberirdische Nistweise zeigt ein Viertel aller Wildbienen. Die Mehrzahl nistet hingegen unterirdisch: Dazu bauen sie Linien-, Zweig-, Haufen- oder Wabenbauten in kleinen bis größeren vorhandenen Hohlräumen im Boden – zum Beispiel im Moos, Laub oder Mäusekessel.

Ein Wildbienennest kann ganz unterschiedlich gestaltet sein: Arten, die ihre Nester in Stängel und Holz bauen, fertigen dazu 10 bis 15 einzelne hintereinanderliegende Brutkammern an. In jede Brutkammer legen sie ein Ei, das zusätzlich eine Portion „Pollenbrot“ (gemischt aus Nektar und Pollen) als Nahrungsvorrat erhält. Zum Schluss verschließen sie das Nest, je nach Art ganz individuell, zum Beispiel mit kleinen Steinchen oder Blättern.

Schmarotzer

Einige Wildbienen haben es Faustdick hinter den Ohren! Sie legen ihre Eier einfach in fremde Bienennester und lassen ihre Brut somit von anderen großziehen. Solche Schmarotzer sind auch unter den sonst so friedlichen Hummeln zu finden. Diese Strategie erinnert an den Kuckuck, weshalb man auch von „Kuckucksbienen“ spricht.

Nahrung

Fast ein Drittel aller Wildbienenarten (30 %) zeigt ein spezialisiertes Pollensammelverhalten: Manche Bienen besuchen nur wenige Pflanzenfamilien, einige sogar nur ausgewählte Pflanzen wie die Glockenblumen-Sägehornbiene. Sie braucht zum Beispiel Glockenblumen, während die Natternkopf-Mauerbiene nach Natternkopf sucht.

Weiterführende Infos

Kontakt

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Tel.: +49 30 394064-310
 

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