Bienenprodukte und Rezepte

„Jeder sollte das liefern, was er am besten kann: der Arzt beurteilt, was dem Patienten gut tut. Der Imker erntet die entsprechenden Rohprodukte aus dem Bienenstock. Der Apotheker macht daraus Salben und Tinkturen. Imker sollten nicht versuchen, andere zu heilen oder Rezepturen zu mixen.“
Dr. med. Winfried Winter, Allgemeinmediziner und Apitherapeut, Seligenstadt

Bienenprodukten wie Honig, Propolis und Pollen wird in der Naturheilkunde eine Reihe von positiven Wirkungen nachgesagt. Einige davon sind auf den folgenden Tafeln aufgeführt. Die meisten dieser therapeutischen Wirkungen sind allerdings wissenschaftlich nicht belegt, nicht zuletzt deshalb, weil es kaum belastbare Untersuchungen zu diesen Produkten und ihren Wirkungen gibt. Die pharmakritische Arznei- und Gesundheitszeitschrift "Gute Pillen - schlechte Pillen" rät deshalb besonders bei ernsten Erkrankungen von Behandlungsversuchen mit Honig und Propolis ab. So enthalte Honig trotz des hohen Zuckergehalts Bakterien und Pilzsporen, die Wundinfektionen verursachen können. Krankenhäuser verwendeten daher bei Wundbehandlung – wenn überhaupt – nur sterilisierten Honig. Bei der Verwendung von Propolis bestehe die Gefahr allergischer Reaktionen, die zum Teil sehr schwer verlaufen.

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